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| Die Mondbank ist für Alexander Bachmann ein besonderer Platz. Fotos: Frederike Haar |
„Ich arbeite jeden Tag im Garten, er ist mein Leben“, betonte sie. Wer mit offenen Augen durch diesen besonderen Garten geht, der kann eine Menge entdecken. „Hier muss nicht alles im rechten Winkel wachsen“ kommentierte Hilbrenner. Glockenblumen und Akelei haben sich von selbst ausgesät. Hilbrenner lässt der Natur freien Lauf: „Alles soll wachsen wie es will, in allen Ecken und Ritzen“ betonte sie.
Alexander Bachmann lässt seine Besucher in ihren Betrachtungen und Assoziationen allen Spielraum der Welt: „Jeder sieht in meinen Skulpturen etwas komplett anderes“, ist ihm aufgefallen. In seinem Garten gibt es Bücher und Herzen aus Stein. Eine „Mondbank“ lädt zu Verweilen ein. Umrahmt sind die vielseitigen Werke aus Holz und Stein von rostfarbenem Metall und überwiegend grünen Pflanzen.
Die Ruhe ist für Alexander Bachmann ein besonderes Gut. Sie sei vielen Menschen verloren gegangen, bemerkte er nachdenklich. Bachmann hat einen ausgeprägten Sinn für das Nostalgische, das er sehr liebt: „Mir gefällt das Leben, wie es früher war, einfach besser. Ich würde am allerliebsten noch mit Pferd und Kutsche unterwegs sein. Seine „Waldschänke“ in der Dissener Str. 73 in Peingdorf hat er von innen und außen außerordentlich liebevoll gestaltet. Unübersehbar sind dabei sein Faible für historische Miniatur-Kaufmannsläden und ausgesprochen geschmackvolle Farbkombinationen. „Ich habe dieses Haus 2005 gekauft, und seitdem ist der Knoten geplatzt“, erklärte er und meint damit, dass er bei der kreativen Gestaltung der Schänke große Freude empfindet und der Stein, im wahrsten Sinne des Wortes, ins Rollen gekommen ist. Auch in der Waldschänke gibt es sehr viel zu entdecken. Hilbrenners Traumgarten und Bachmanns Steinparadies ergänzen sich gut und sind herrliche Ausflugsziele.| September 2007 | 26.09.2007 |
Sämtliche Läden geben anschauliche Einblicke in die Geschichte des Warenverkehrs ihrer Zeit. So können die Betrachter Säcke entdecken, in denen haltbare Grundnahrungsmittel angeliefert wurden. Daraus wurden dann die säuberlich beschrifteten Schütten beispielsweise mit Nüssen, Erbsen oder Korinthen aufgefüllt. Dem Kunden wurden sie mit Messlöffeln in Tüten gepackt. "Ich stelle mir immer wieder vor, wie die Kinder ehemals mit diesen Läden gespielt haben", erklärte Bachmann die Faszination des alten Spielzeugs. Teilweise muss es ganz schwierig gewesen sein, beispielsweise die Miniatur-Gewichte auf den Waagen zu platzieren oder das Packpapier von den kleinen Rollen abzureißen.
Im Zusammenhang mit seinen Kaufmannsläden hat Bachmann schon viel über die Geschichte des Warenhandels gelernt. Seine älteren Stücke stammen alle aus städtischem Umfeld: Zum einen, weil damals eher Stadtkinder solch hochwertige Spielzeuge bekamen, aber auch, weil Krämerläden auf dem Lande erst 1865 mit Einführung der "Gewerbefreiheit" erlaubt wurden. Bachmann verbindet bei einem Rundgang gerne das ästhetisch-nostalgische Erlebnis mit dem Einstreuen von historischem Hintergrundwissen.
Vor sieben Jahren wurde der Gastwirt von der Sammelleidenschaft gepackt, als er vor einem antiquarischen Kaufmannsladen im Schaufenster eines Meller Geschäftes stand. "Nach einer Woche Bedenkzeit hat er sich dann zum Kauf entschlossen", blickte sein Freund Olaf Wille zurück, der inzwischen auch vom Sammelvirus infiziert ist. Insgesamt 40 Kaufläden haben die beiden inzwischen in ihrem Fundus. Ständig suchen sie passende Einrichtungsgegenstände, die natürlich zeitlich, farblich und vom Maßstab passend sein sollen. Neben Kassen, Telefonen, Waagen, Regalen, Kornmühlen und Schütten halten sie auch Ausschau nach Spielzeug-Waren wie Milchtüten oder nostalgischen Schuhcreme-Dosen.
Alte Telefone, Kassen, Röhrenradios, Brotschneider, Kochmaschinen und gusseiserne Bügeleisen in Originalgröße bilden das Umfeld für die Kaufmannsladen-Ausstellung. Denn die beiden Wirte sind ausgesprochene Freunde alter Sachen und Antiquitäten. Ihre Gasträume haben ohnehin Museums-Charakter.
"Mit der neuen Ausstellung wollen wir unser zehnjähriges Firmen-Jubiläum feiern", erklärten die Gastronomen. Interessierte sind ihnen auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Absprache (Telefon: 05429/2683) willkommen. Das gelte ebenso für das stets geöffnete Gartentor, hinter dem noch zusätzlich Skulpturen und Kunstobjekte gezeigt werden.
Pressebericht
Juli 2006 01.06.2007
| Juli 2006 | 29.07.2006 |
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| Erschöpft
nach langem Ritt von Melle nach Osnabrück: Anika Tengen und
Alexander Bachmann. Foto: Michael Hehmann |
So heftig sei die Pein gewesen, berichtet der Pferdefreund, dass er unterwegs habe absteigen und seine Unterhose ausziehen müssen: "Die Nähte scheuerten so." Was sollte das Ganze? "Wir wollten mal sehen, wie es früher war, vom Land in die Stadt zu kommen."
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